In der kleinen Genrefibel sind Science-Fiction Themen immer etwas besonderes. In kaum einer anderen Filmgattung der Phantastik werden so viele Fragen gestellt, nach dem Stand der Wissenschaft und des Fortschritts, der Zukunft unserer Spezies, gesellschaftspolitische Debatten, das Fortbestehen der Zivilisation, Moral, Ethik, Gott, der ganze Kladeradatsch. Im Bereich Science-Fiction ist der Mensch Schöpfer, er adaptiert die Natur, widersetzt sich Naturgesetzen, versucht Grenzen zu überwinden. Nicht nur physische Grenzen wie die unendlichen Weiten des Universums oder die winzigsten Bestandteile in einem Atom. Auch die Überwindung der eigenen Vorstellungskraft, welche der Motor ist für Forschung und Fiktion.
Liebe Genrefreunde und Hobbygärtner, wie bereits in Teil 2 der Kleinen Genrefibel durch die Blume angekündigt, wird sich die heutige Folge mit dem Einfluss von diversen Pflanzen auf die Filmgeschichte beschäftigen. Teile davon wurden ja bereits in Teil 3: Drogenfilme abgehandelt. Der kümmerliche Rest des botanischen Filmgartens allerdings gedeiht mehr schlecht als recht vor sich hin. Allein eine Tagline á la „Horrorschocker um Killerpflanzen“ löst eher Belustigung aus als einen Schaudernacken. Warum ist das so? Haben Pflanzen im Filmbereich keine Lobby, bzw. ist mit dem Thema „Floristische Phantastik“ kein Blumentopf zu gewinnen?