Film ist Film und eine Geschichte ist eine Geschichte. Im besten Fall ist in einem Film eine gute Geschichte integriert. Aber Film ist nicht nur eine erzählte Geschichte, Film ist auch viel Drumherum. Das, was die Liebe zum Film ausmacht, liegt manchmal in diesem Drumherum verborgen. Das geflügelte Pferd im TriStar Pictures Intro, der langsam eingeblendete Filmtitel oder die ausladende Titelsequenz in Bondfilmen, bis die eigentliche Geschichte beginnt, wird vom Zuschauer oft Geduld abverlangt. Andererseits hilft Vorgespanntes, um eine Stimmung zu erzeugen, in die Geschichte des Films hineingleiten zu können. Wenn die zu Ende erzählt ist, folgt für gewöhnlich der Abspann, der einen mehr oder minder behutsam auf den Parkettfussboden der Realität zurückholt.
Kann sich noch jemand an den Film SPHERE mit Dustin Hoffman und Sharon Stone aus dem Jahr 1998 erinnern? Nein? Ich auch nicht so richtig. Woran ich mich aber noch gut erinnern kann, ist ein kurzes Gespräch mit einem Kinokollegen, der befand, jener Film sei seltsam. „Wieso fängt der eigentlich mit dem Abspann an?“. Das hat meine Stirn etwas runzeln lassen, aber ok, manche Leute waren nicht wirklich oft im Kino. Der Film SPHERE begann lediglich mit einer etwas ausladenderen Titelsequenz. Ich will auch gar nicht gleich wieder gehässig und arrogant werden mit Sprüchen wie „Niemand schätzt eine tolle Titelsequenz beim Film, heul heul!“. Denn vielleicht ist das gar nicht so, was weiß ich denn. Ich kann sehr gut verstehen, dass man, wenn man sich einen Film ansieht, gern einen Film sehen möchte und sich nicht erst durch das Impressum arbeiten will.