Die Fantasy Filmfest Nights 2016 nähern sich mit großen Schritten und wir wollen mal wieder einen kleinen Blick auf das Programm werfen. Ich verstehe die Nights immer als eine Art Carte Blanche quer durch den Genregemüsegarten, andere wiederum bezeichnen das Festival aus dem Hause Rosebud als Marketingvehikel für kommende Heimauswertungen. Wie auch immer. Fakt ist, es gibt gute und schlechte Jahrgänge, auf das fulminante Jahr 2013 (STOKER, THE SEASONING HOUSE, JOHN DIES AT THE END) folgte ein schwächerer Jahrgang 2014 (THE GREEN INFERNO, WOLF CREEK 2), letztes Jahr ging es durch GERMAN ANGST, A GIRL WALK HOME ALONE AT NIGHT und CUB wieder aufwärts, die ersten White Nights im Dezember waren dann aber wieder nur mittelprächtig (BASKIN, DEMON). Egal, Schwamm drüber, die Nights 2016 sind wieder über die Maßen verzückend!
Horrorfilme sind wie gute Weine, dunkelrot, trocken und wohlig im Abgang. Und wie beim Wein gibt es gute und weniger gute Jahrgänge. 2008 ist ein solcher besonderer Jahrgang für den Horrorfilm. Als Indikator dafür dient manchmal das FANTASY FILMFEST, auf dem in eben diesem Jahr 2008 moderne Klassiker wie EDEN LAKE, INSIDE, FRONTIER(S), REC, THE STRANGERS oder SO FINSTER DIE NACHT aufgeführt wurden. Und obwohl ich selbst gar nicht auf den NIGHTS oder dem FANTASY FILMFEST 2008 war, drang eine Kunde auch an mein Ohr. Es erinnerte mich an die gute alte Zeit, in der man noch ahnungslos von so mancher Horrorperle erfuhr, die man unbedingt gesehen haben musste. Ein Raunen ging durch die Foren, da gibt es einen Film, der alles Vorstellbare sprengt, der so extrem und kontrovers war, dass man sich vor ihm fürchten müsse – MARTYRS von Pascal Laugier.
Ja is denn heut schon Weihnachten? Oder bereits wieder März? Mysteriöse Dinge geschehen in der hiesigen Genrefilmlandschaft. Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr heißt es FANTASY FILMFEST, die NIGHTS bekommen eine Extrarunde in ausgewählten Kinos spendiert. Wenn es Anfang Dezember hoffentlich stürmt und schneit, debütieren die NIGHTS mit ihrer ersten Vorweihnachtspremiere. Willkommen bei den WHITE NIGHTS 2015.
Zwölf Tage FANTASY FILMFEST in Berlin sind zu Ende. Was für ein Festival in diesem Jahr! Draußen apokalyptische Temperaturen, im gut klimatisierten Saal 8 des CINE STARS in SONY-Center jede Menge coole Genresachen. In diesem Jahr gab es in der Tat ein paar echte Juwelen, sowohl im Vorfeld, als auch als Überraschungen, die man so nicht auf dem Schirm hatte. Wie immer schauen wir uns die Highlights aus meiner Sicht in Kurzreviews an, diesmal sind es sogar elf Filmchen, auf die sich nicht nur die Besucher der restlichen Spielstädte freuen dürfen. Los geht’s!
Da war ich ein wenig verdutzt, als das FANTASY FILMFEST Programm für Berlin plötzlich online stand. Jetzt schon? Aber da fiel mir auf, das 29. Internationale Genrefilmfestival geht ja bereits am 05. August los. Na dann mal schnell durch das Programm wühlen, Highlights wie Lowlights herausputteln und Infos erhaschen. Was erwartet den Genrefan in diesem Jahr?
Im Februar GENRENALE, im März FANTASY FILMFEST NIGHTS, mittlerweile pendelt sich in Deutschland Genrenormalität ein. Naja, übertreiben wir mal nicht. Aber nachdem dieses Jahr genretechnisch besser nicht hätte starten können, gibt es auf den mittlerweile achten NIGHTS eine weitere Überraschung – mit GERMAN ANGST läuft endlich mal ein deutscher Horrorfilm. Das schauen wir uns mal genauer an, doch zuvor, voila, die alljährliche Übersichtstafel.
An einem sonnigen, frühherbstlichen Septembersonntag endete das 28. Fantasy Filmfest in Berlin. Was soll ich sagen, mir hat es Spaß gemacht, zumindest, was meine eigene kleine Zusammenstellung betrifft. Ich habe ein gutes Dutzend Filme gesehen, so dass man nicht wirklich von Festivalüberblick sprechen kann. Ist aber auch egal, ich mag Formulierungen wie „Bester Film des Festivals“ sowieso nicht. Wie im letzten Jahr picken wir uns kurz & dreckig ein paar Rosinen aus dem Filmfestkuchen und prüfen diese radikal und völlig subjektiv auf ihre Genretauglichkeit. Erwartungen gab es ja durchaus. Viel Spaß mit 8 Köstlichkeiten vom FFF 2014.
Was, schon wieder ein FANTASY FILMFEST dieses Jahr. Es kommt einem so vor, als wäre es das Achtundzwanzigste. Das FANTASY FILMFEST, ach ja, vom kleinen, schmuddeligen Markhallenfeeling in Hamburg 1987 bis zur Multiplexoffensive in sieben Städten im Jahre 2014 des Herrn, was hat sich das Festival verändert? Was soll ich sagen, ich habe keine Ahnung, ich war 1987 nicht dabei. Das Maul zerfetzt wird aber oft und gerne und so meint man vernehmen zu müssen, das FANTASY FILMFEST hätte heutzutage mehr den Charakter einer Verleiher-Tradeshow, eine reine Werbeplattform für die DVD- und Blu-ray-Veröffentlichungen im traditionellen Genreherbst. Keine Retrospektiven mehr, kein 35 mm mehr, naja, und so weiter. Kann das sein?
Meint man, jetzt ist langsam mal genug mit Festivals, starten diese Woche bereits die FANTASY FILMFEST NIGHTS 2014 in Köln und Frankfurt, hier in Berlin gastiert Rosebud Entertainment am 29. und 30. März. Die kompakten NIGHTS liefern nun seit 2003 ein Wochenendprogramm Genrefilm als Appetizer für das jährliche Festival im August. Zehn Filme aus verschiedenen Genreecken stehen an, und ein paar erscheinen nicht gleich eine Woche später als Blu-ray oder DVD, was ja nicht selten kritisch und zu Recht an der Programmgestaltung angemerkt wurde. Was wird denn nun geboten bei den zwölften Fantasy Filmfest Nights?
Während die BERLINALE in diesem Jahr zum 63. Mal stattfand, das FANTASY FILMFEST, eines der weltweit wichtigsten Genrefilm-Festivals überhaupt, bereits zum 27. Mal, schickt sich eine neue Plattform im Jahr 2014 an, frischen Wind in die hiesige Festivallandschaft zu bringen – die GENRENALE. Obwohl BERLINALE und FANTASY FILMFEST zwei Veranstaltungen sind, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten, die Schnittmengen aus Genrefilm und Deutschland sind auf beiden Seiten gleichermaßen deprimierend. Während die BERLINALE nun nicht gerade als Genrefilm-Festival bekannt ist, bietet das FANTASY FILMFEST zwar superbe internationale Genrefilm-Produktionen, ein deutscher Beitrag gleicht aber weiterhin einer verlorene Injektionsnadel im Genrefilmheuhaufen. Deutschland und Genrefilm, das sind noch immer zwei schwer vorstellbare Angelegenheit.