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Tenets of Future

Willkommen in der Zukunft, again. Gestern fühlte ich mich noch voll Atari 2600. Doch mittlerweile ist das Jahr, in dem wir Kontakt aufnahmen, verstrichen, der Weltuntergang 2012 überstanden, Marty McFly sicher gelandet und der Judgement Day ausgesessen. Pech gehabt. Doch 2020 ist endlich mal wieder eine Herausforderung, ein ganzes Jahrzehnt wartet darauf, Geschichte zu werden. Das Beste daran, 2020 ist ein Leichtflügler, der Ballast der 2010er Jahre scheint abgeworfen, die Ewiggegenwärtigen überstimmt, Tabula Rasa im Spielzeugschrank. No Regrets. Blicken wir also gemeinsam in das taufrische Jahr und was es dem Kopfflüchter an audiovisuellen Schokobons bereit hält. Willkommen zur großen Film- und Serienvorschau Zweitausendundzwanzig.

Die kleine Genrefibel Teil 60: Computer Generated Imaginery

Für manche ist Film noch immer pure Magie. Alles scheint möglich, nur die Phantasie setzt Grenzen. Gäbe es das Unmögliche nicht, gäbe es auch keine Herausforderung. Und von Anfang an war Film eine audiovisuelle Herausforderung. Manch einer jedoch sieht im Film Täuschung und Betrug. Wieder andere erkennen auf der Leinwand nur noch buntbemalte Einsen und Nullen, die arithmetische Pirouetten drehen und trauern den guten alten Zeiten nach, in denen Vulkane noch aus Pappmaché und singende Hunde von Hand gezeichnet waren und es echte Sonnenauf- wie untergänge auf der Leinwand zu bestaunen gab.

Die kleine Genrefibel Teil 9: Miniaturism

Das Genre Fantasy kann kompliziert sein. Ist STAR WARS Fantasy oder Science-Fiction? Fantasy ist ein schwammiger Begriff. Die meisten verbinden ihn mit Tolkien, Drachen, Rittersleuten, Barbaren oder Fabelwesen. Im Bereich Fantasy trifft man einerseits auf geschichtliche Mythologie wie auf vollkommen neue Welten. Ob das nun ganze Planeten wie Pandora oder Tattoine sind, Mittelerde oder der Hades, erscheint ebenso zweitrangig wie die Lebewesen, die diese Welten bevölkern. Das Erschaffen einer eigenen Welt kann für einen Autor das Größte sein. Doch nicht immer ist das auch das Cleverste für die Geschichte. Fremde, neue Welten eröffnen einem Autor nahezu grenzenlose Freiheiten. Man kann, mal unflätig ausgedrückt, auf Dinge wie Gravitation, Biophysik und manchmal auch Logik scheißen. In neuen Welten ist alles möglich. Doch genau das nimmt einer Geschichte nicht selten Spannungspotential. Denn je differenter die Gesetzmäßigkeiten fremder Welten gegenüber der Unseren sind, umso schwerer kann man Handlungen und Entscheidungen der Figuren darin verstehen und nachvollziehen.