Alles Marvel, oder was? Nach 23 Filmen des Marvel Cinematic Universe und dessen Höhepunkt mit AVENGERS: ENDGAME in diesem Jahr treten die Superhelden der Megafranchise in eine neue Phase ein. Götterdämmerung der Superheroes, doch trotz Milliarden Dollar Einspielergebnis und globaler Hysterie scheinen auch die Ultrafans allmählich gesättigt zu sein. Die können immerhin noch zwischen Marvel und DC Figuren unterscheiden, für den Ottotnormalkinozuschauer fällt das Urteil weniger differenziert aus: „Nicht noch eine Comicverfilmung!“ Weil Superhelden in Comicverfilmungen omnipräsent sind, neigt man nicht selten dazu, diese beiden Begriffe synonym zu betrachten. Doch wie immer in der Kleinen Genrefibel ist das nicht die ganze Wahrheit.
Wir befinden uns derweil über dem Zenit der Jahresmitte, die Sonne plustert sich gerade wieder auf, um dem Sommer Zunder zu geben. Rekordsommer. Früher, da gab es mal den Kinosommer, aber diese Zeiten scheinen vorbei. Nichts desto Trotz kann man sie noch im Lichtspielhaus finden, die alten Helden des 90er Jahre Sommerkinos wie Spider-Man, die X-MEN oder die MIB. Auch DER KÖNIG DER LÖWEN kommt nochmal vorbeigeschnurrt. Aber als Filmfan von heute weiß man, dass den Neuauflagen nicht zu trauen ist. Denn früher war alles besser, so sagt es nicht nur der Filmvolksmund. Dieses Gefühl, welches man in den 80ern und 90ern hatte, als die großen Kultfilme anliefen, es lässt sich nur schwer reproduzieren. Bittere Enttäuschung an allen Fronten, echt Horrorshow.
Willkommen zurück an Bord der kleinen Genrefibel, werte Astrophysiker und Nanologen, und wieder befassen wir uns mit einer der großen Säulen der Phantastik, der Science-Fiction. Im Periodensystem der Genreelemente allerdings gibt sich die Science-Fiction weniger variabel als beispielsweise der Horrorfilm, der sich in dutzende Subgenres unterteilt. Science-Fiction und Fantasy im Film verästeln sich nicht so kapillarartig, ihre Prägungen erfuhren sie vielmehr aus der Literatur. Innerhalb des Science-Fiction Films gibt es vermehrt Fehldeutungen und irrige Annahmen. STAR WARS ist Fantasy, STAR TREK dagegen Science-Fiction? Keins von beiden ist faktisch richtig. Was also ist Science-Fiction und wie kann man diese Säule der Phantastik genauer unterteilen?
10 Filme – 2 Tage – 7 Städte – April 2019 – zusammen macht das 2038 Quadratmikromori Genreunterhaltung, was immer das auch heißen mag. Es ist wieder Zeit für die Fantasy Filmfest Nights, bereits die zweite Ausgabe 2019 nach den gelungenen White Nights im Januar mit Highlights wie THE FAVOURITE, DESTROYER und LORDS OF CHAOS. Welch schmackhaft Carte Blood hat Rosebud Entertaintment in diesem Jahr zusammengestellt? Zwei berühmt-berüchtigte Serienkiller kehren auf die Leinwand zurück, diverse Horrorlegenden und Leichenflüsterer geben sich ein Stelldichein, Sci-Fi-Splatter & Old School Slasher sind an Bord, dazu gibt’s ominös Animiertes, krachiges Asiakino und exploitative Ergüsse aus der S. Craig Zahler Werkschau. Hereinspaziert!
Ein gesundes neues Jahr, Freunde der leichten und mittelschweren Unterhaltung. Das Zwoneunzehn beginnt anders, alles ist ein bisschen variant, aber damit man es nicht so merkt, werden Schablonen über die Daseinsperipherie gezogen. Auch das Schicksal kocht nur mit Wasser, bzw. paust ab. Aber in der Gleichmäßigkeit der Dinge steckt auch Beruhigung. So beginnt auch dieses Jahr 2019 mit den mittlerweile vierten Fantasy Filmfest White Nights. Die Winterausgabe des internationalen Genre-Filmfestivals wartet erneut mit einigen extravaganten Schmankerln des Kinofrühjahres auf, die wir wie immer kurz anleuchten wollen. Bling.
Eine Gezeitenwende steht an im internationalen Schaugeschäft. Die altehrwürdige Verwertungskette Kino-Video-TV hat ausgedient. Im Kampf der Pay-TV Anstalten um Abonnenten und exklusive Inhalte hat NETFLIX eine neue Runde eingeläutet. Was eigentlich gar nicht stimmt, denn exklusive Spielfilme unter dem Banner NETFLIX Originals gibt’s seit 2015, auch vielversprechende Science-Fiction Kost von jungen Filmemachern landete bereits ohne großes Tamtam auf dem Bezahlsender. Doch weder THE CLOVERFIELD PARADOX noch Duncan Jones MUTE waren sonderlich berauschend und auf der Kinoleinwand hat sie kaum jemand vermisst. Anders sieht das beim neuen Film von Alex Garland aus, der außerhalb der USA ausschließlich auf NETFLIX ausgewertet wird.
Das FANTASY FILMFEST 2017 in Berlin war durch und durch ein politisches Filmfestival. Bis gestern durfte man dort seine Stimmzettel in die Urne werfen. Genützt hat es alles nix, keiner der Filme aus dem Fresh Blood Wettbewerb konnte in den Bundestag einziehen. Stattdessen geht´s dort nun mit Fear Good Policy weiter. Aber das hat uns hier in der Blase nur bedingt zu interessieren. Wir lassieren Püree…nee, revüren Passe, verdammt nochmal, lassen Revue passieren, mein Gott! Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein randvolles Quick`n`Dirty mit Highlights des 31. FANTASY FILMFESTES. Gleich vorweg, 2017 ist ein hervorragender Jahrgang für den internationalen Genrefilm und das Programm um einiges bemerkenswerter als letztes Jahr zum Jubiläum. Darum gibt es auch die volle Wundertüte mit stolzen 15 Filmen in Kurzreviews.
Im Jahre 2017 des Herrn scheint nun das einzutreten, was das Jahr 2012 versprochen, aber nicht gehalten hat – der Weltuntergang. Vom internationalen Politmakakentum mal abgesehen spielt vor allem die Natur verrückt. Kältewelle in Europa durch Orkan Axel, Waldbrände in Portugal, Tsumani vor Grönland, Hurrikan Irma und Maria, Erdbeben in Mexico. Raue Klimen, Leute! Wenn vom Himmel kindskopfgroße Hagelkörner fallen, die Felder mit ihren Salatköpfen verdörren, die Flüsse über die Ufer treten und das Umland verflüssigen, Stürme die Photovoltaikanlagen auf links drehen und Dauerregen die Luftschutzbunker flutet, wenn die Sonne die Haut zu Leder verbrennt, die Vöglein aufhören zu singen und die Fische an den Stränden stranden, dann Freunde hat das Ende der Welt begonnen und der Teufel die Schlacht gewonnen. Da hilft dann nur noch Melissenblütenblättertee.
Aller guten Dinge sind drei – Dreierhopp, flotter Dreier, die Heilige Dreifaltigkeit. Und auch das FANTASY FILMFEST geht im Jahr 2017 des Herrn bereits in die dritte Runde. Wie das? Nun ja, nach den WHITE NIGHTS im Januar (mit HUNT FOR THE WILDER PEOPLE, SAFE NEIGHBORHOOD & THE MONSTER) und den regulären NIGHTS im April (mit SWEET, SWEET LONELY GIRL, THE BELKOW EXPERIMENT & THE LIMEHOUSE GOLEM) tourt im September nun das Hauptfestival durch sieben deutsche Städte. Nach dem 30. Jubiläum im letzten Jahr nun also endlich wieder das volle, internationale Genreprogramm, ein Crowd Pleaser zur Eröffnung, 10 neue Fresh Blood Anwärter und endlich auch mal wieder eine Retrospektive. Willkommen zum 31. FFF 2017.