Die Beschäftigung mit Filmgenres führt immer mal wieder zu Streitigkeiten, zu Abgrenzungen oder in Polarisierung. Die Liebe zum Film wird dann zum Kampf um Gegensätzlichkeiten. Jungs lieben Actionfilme, Mädchen romantische Komödien. Der eine kann sich nur in filmischem Realismus wiederfinden, ein anderer entflieht dieser Welt und sucht Antworten in der Fiktion. Das Festival für den Deutschen Genrefilm, die GENRENALE, formulierte den Wunsch nach mehr Genrevielfalt einst ebenfalls mit einer Abgrenzung – No More Drama lautete das Motto im Jahr 2014. Ist das immer noch so, bilden Dramen und der Genrefilm Gegenpole? Und sind diese gleichbedeutend mit der ältesten Auslegung aller Antipoden, der Unterscheidung zwischen Kunst und Unterhaltung? Ist das Drama ein Gegenentwurf zum Genrefilm oder andersherum? Was soll das ganze Drama um das Drama?
Die erste Genrefibel 2016 ist da, wird auch Zeit, das Jahr ist fast rum. Alles fit bei Euch? Wo wir bereits beim Thema wären, wie steht´s eigentlich mit Eurer Fitness? Ich als Dramaturg stehe jeden Morgen um 04:30 Uhr auf, mache rund 150 Liegestütze, renne drei Runden um den Blog und verspeise dann ein Eibrötchen. Dann leg ich mich wieder hin. Körperliche Ertüchtigung ist wichtig für meinen Beruf, ich brauche gut durchtrainierte Schreibfinger und flinke Beine, um jedem Trend hinterher rennen zu können. In der Filmbranche muss man sich durchboxen, man geht man zu Boden, rafft sich wieder auf und schlägt zurück. Knochenbrecherjob.