So Leute, die Fastenzeit is nun schon eine ganze Weile vorbei und wir wollen es im April mal wieder etwas ruhiger angehen lassen. Ihr könnt also eure Notizblöcke weglegen, wir reden heute mal frei. So wie damals, als der Lehrer in die Klasse kam, keinen Bock auf Unterricht hatte, sich stattdessen an den Lehrertisch flätzte und seine Schüler über das TV-Programm vom Wochenende diskutieren ließ, weil er selber am Vortag zu lange in Eierlikör gesessen hatte. Oder so ähnlich. Das heißt nicht, dass ich keinen Bock habe, ich gehe derzeit Lohn- und Brotarbeit nach, harre auf das Filmfest Dresden und schneide Live-Videos der famosen Punkrockband Pub´n´Steel. Und während ich da so vor mich hinschnott, schielte ich immer auf eine neue Electro/Industrial-CD da auf meinem Schreibtisch, die ich gern wieder und wieder hören hätte wollen. Ging aber nicht. Wenn man Punkrock-Live-Videos schneidet, kann man nicht gleichzeitig Electro-Mukke hören. Das überschneidet sich, im wahrsten Sinne des Wortes.
Es gibt Menschen, die lieben Filme, andere lieben Musik, manche beides, kurios. Natürlich gibt es auch solche, die Filmmusik lieben oder im Speziellen Musikfilme oder Musicals. Musik und Film, das passt gut zusammen, als kommerzielle Medien haben beide eine gemeinsame Geschichte, unterteilen sich in Genres und manchmal kreuzen sich ihre Wege auch innerhalb von Zielgruppen und Nischen. Auf der einen Seite hat Musik immer schon auch den Film beeinflusst, von klassischer Filmmusikorchestrierung über Schlager, Rock `n Roll, Rap, Hip-Hop bis hin zu Techno und Rave. Auf der anderen Seite haben sich Musiker manchmal Filmsamples bedient, um einem Song neben Strophe und Refrain eine weitere textliche Ebene zu geben.