or einer versperzîte huop sich grôz ungemach, daz von manigen recken ûf dem hove geschach. si plâgen ritterschefte durch kurzewîle wân. dô liefen dar durch schouwen vil manic wîp unde man. So steht es geschrieben, also erglotzt Euch nicht, Ihr Beutelschneider, Falschmünzer und Gesindel, auf das man Euch bewerfe mit allerlei feulem Obst und Gemüs. Anall natrach, ut was betat, dochiel dienwe! So lauschet nun das Dekret des Landvogts und zu den Waffen, obde Dreschflegel oder Rußputzer und höret den holden Minnesang, den ich Euch sang über die dunklen Zeiten, den Ständen der Ritterschaft und derer Knecht, der Stiefelputzer und Fugger, Mägde und Hohe Frouwen wohl über den Erdenflach. Viel Wunderdinge und Märe ich Euch hab zu sagen über Ländereien der Burgunden und Könige edel unde stark. So haltet’s Maul und spitzt die Löffel, sonst meld ich’s dem Pfalzgraf, worauf Ihr einen Taler abdrücken müsst, darauf könnt‘ Ihr einen lassen.
Das Mesozoikum, was war das für eine irre Zeit. Die ganze Welt hatte sich zusammengerafft zu einem riesigen Klumpen Landmasse namens Pangäa. Die beiden größten Extremsportdisziplinen jener Zeit waren Kontinentaldriften und Massenaussterben. Jede Art, die etwas auf sich hielt, ließ sich erstmal von widrigen Umständen dahinraffen und machte so Platz für andere Spezies. Denn Platz gab´s genug. Dort, wo im Erdaltertum Riesenlibellen und Urlurche das Sagen hatten, besetzten nun diverse Kriechtiere und Reptilien die Plätze und ließen es sich gut gehen.
Neo-Tokyo im Jahr 2019, Eltern, die sich bei anbrechender Dunkelheit in Schweine verwandeln, Schulmädchen mit Katzenohren und rosafarbenden Haaren, zu quirligen Locken oder Würstchen gewickelt, Cyberbrain, Mechas, Otaku – für manche haben diese Begriffe eine pulsbeschleunigende Wirkung, anderen wiederum verdreht es die Pupillen zu kleinen Kringeln. Zwischen esoterischer Erfüllung und grenzdebiler Unerträglichkeit liegt meist nur eine schmale Grenze im Auge des Betrachters, manche lieben sie abgöttisch, anderen bleibt der Zugang zu ihnen auf immer verwehrt – Mangas? Fast.
Nu kuck doch, wie süß! Wie ´se da sitzen, Klopfer, Dumbo, Mogli und wie sie alle heißen, Figuren aus Animationsfilmen, niedlich, kulleräugig, bonbonesk! Aber das ist nicht die ganze Wahrheit, auch animierte Filmfiguren sind inzwischen dem Kindchenschema entwachsen und der ein oder andere Charakter ist lebendiger geschrieben als so manche Realfilmfigur. Wie so oft sind es aber vorrangig Kleinigkeiten, die eine Figur Besonders machen. Abseits von Disneykulleraugen, Pixarpixeln oder Gollum, zu welchen Animationsfiguren habe ich eine besondere Beziehung aufgebaut und warum? Zehn Figuren, bestenfalls zehn Antworten!
Abgesehen von japanischen Manga-Verfilmungen ist der Markt für erwachsene Animationsfilme relativ überschaubar. Nur vereinzelt findet man kleine Perlen wie WALTZ WITH BASHIR oder PERSEPOLIS, die ernste Themen wie Revolution, Krieg oder Tod thematisieren. Im Horrorgenre fällt einem höchstens noch FELIDAE ein, darüber hinaus sind animierte Filme für ein volljähriges Publikum ziemlich selten. 2007 realisierten sechs bekannte und gefeierte Comickünstler unter der Regie von Grafikdesigner Etienne Robial einen minimalistischen und atmosphärischen Episodenhorrorfilm, ausschließlich in Schwarz-Weiß. Trotz unterschiedlichster Animationsstile und Techniken dreht sich in FEAR(S) OF THE DARK alles um Ängste, Phobien oder Alpträume.