Kurzfilme sind ein eigenständiges, magisches Genre mit tollen Ausdrucksmöglichkeiten. Ich sehe jedes Jahr tolle Kurzfilme aus hiesigen Landen, beispielsweise auf dem FILMFEST DRESDEN. Kurzfilme ermöglichen Filmemachern neue Wege zu gehen, Abstraktes, Wahnwitziges, Verschrobenes oder Skurriles zu erschaffen. Gerade der Animationsbereich ist ein toller Tummelplatz für wagemutige Experimente und Verstöße gegen jedwede Regeln. Umso schöner ist es, wenn man mal ein Animationskunstwerk eines jungen Filmemachers erleben darf, der den Arsch in der Hose hat, ein 53minütiges Science-Fiction-Feuerwerk vor dem Herrn abzufackeln, pure Filmleidenschaft und Spaß in höchster, technischer Vollendung.
Anfang März gehen sie wieder los, die FANTASY FILMFEST NIGHTS, am 23. und 24. März auch in Berlin. 10 Filme an zwei Tagen, 6 davon US-Produktionen, der Rest aus Kanada, Irland & Schottland, GB sowie eine Koproduktion aus Spanien, Frankreich und Portugal. Highlights der Nights sind sicherlich THE COLLECTION, die Fortsetzung von THE COLLECTOR, einem deftigen SAW-Verschnitt, der überaus spannend und blutig daherkam sowie JOHN DIES AT THE END, das neue Werk von Don Coscarelli (Phantasm, Bubba Ho-Tep), eine herrliche Zeitreise-Paralleluniversum-Groteske mit Paul Giamatti in einer Nebenrolle. CITADEL konnte schon bestaunt und für gut befunden werden, ich persönlich freue mich besonders auf STOKER von Chan Wook Park.