Das Jahr neigt sich mit übermütiger Schiefwinkligkeit dem Ende entgegen. Soll es doch, ich werde es nicht aufhalten. Lass es ziehen wie Kamillenblütenblättertee. Das Jahr 2013 war, wie der Name schon sagt, ein ungerades Jahr. Was immer das auch heißen mag. Es macht jedenfalls großen Spaß, so ein Filmjahr am End nochmal resümieren zu können, die ganzen vorgeworfenen Audiovisualbrocken mal ordnen in seinem inneren Setzkasten der Filmleidenschaft. Die Sache ist die: Am Anfang eines neuen Jahres verschaffe ich mir meist einen Überblick über die Filme, die in den kommenden zwölf Monaten erscheinen werden. Da schwingt immer eine gewisse Erwartungshaltung mit, sei es man ist von einem Storyfetzen angefixt, von einer interessanten Adaption oder freut sich schlicht auf den neuen Film von oder den neuen Film mit, tja, sonstwem.
Anfang März gehen sie wieder los, die FANTASY FILMFEST NIGHTS, am 23. und 24. März auch in Berlin. 10 Filme an zwei Tagen, 6 davon US-Produktionen, der Rest aus Kanada, Irland & Schottland, GB sowie eine Koproduktion aus Spanien, Frankreich und Portugal. Highlights der Nights sind sicherlich THE COLLECTION, die Fortsetzung von THE COLLECTOR, einem deftigen SAW-Verschnitt, der überaus spannend und blutig daherkam sowie JOHN DIES AT THE END, das neue Werk von Don Coscarelli (Phantasm, Bubba Ho-Tep), eine herrliche Zeitreise-Paralleluniversum-Groteske mit Paul Giamatti in einer Nebenrolle. CITADEL konnte schon bestaunt und für gut befunden werden, ich persönlich freue mich besonders auf STOKER von Chan Wook Park.