Kino und Krise, seit knapp zwei Jahren das Thema Nr. 17 innerhalb der Corona Pandemie. Für das internationale Kinogeschäft eine Verkettung von Desastern, erst Konkurrenz durch die Streaminganbieter, dann die Schließung der Lichtspielhäuser, am Ende fallen dem Kino sogar die Studios selbst in den Rücken, die ihre Filme auf Halde zeitgleich oder gar exklusiv ins Heimkino bringen. Was nicht heißt, dass vor der Pandemie alles in bester Ordnung war. Kino und Krise, jener Exodus begann bereits vor 75 Jahren mit dem Urvater aller Medienproblematiken – die große Konkurrenz zwischen Kino und Fernsehen. Aber wer oder was konkurrierte da eigentlich miteinander? Das Kino als Ort für Lichtspielfilme gegen den Fernseher als Gerätschaft für den Heimgebrauch? Oder war es ein Krieg der Programme, das Kino- gegen das Fernsehprogramm, was die Gemüter erhitzte wie eine 35mm Vorführkabine?
Die Nemesis 2 löste die Ventile der Hyperstasis und trat in die Sophektoren des halbdurchlässigen Null-Gravitationstores ein. Von den Monden des Aaat-G´hmor stieg blauer Dunst auf und veränderte das Farbspektrum der Kolonosphäre in ein tiefes Violett. Doch Captain Pearl schenkte diesem intergalaktischen Schauspiel keinerlei Beachtung, waren es doch nur noch wenige Augenblicke, bis die feindliche Armada des ruchlosen Jupitars, Imperator Kcenebuat Sukram III., am Horizont des Illuum Courhe auftauchen würde. Die Nemesis 2 hatte bereits tausende Flüchtlinge von der Oberfläche Aaat-G´hmors getrackt und war bereit zum Sprung ins Ozagen. Doch Captain Pearl zögerte. Würde er jetzt fliehen, wären die übrigen paonesischen Schiffe der Armada des Imperators schutzlos ausgeliefert. Denn kein Pilot konnte es mit den Abfangjägern des wahnsinnigen Warlords der OminiMech aufnehmen. Bis auf ihn.
In der Rubrik Retro Review gehen wir heute auf eine ganz besondere Abenteuerreise in die Vergangenheit, in eine Zeit weit vor der großen Serienrevolution oder Netflix, denn auch früher schon gab es Fernsehserienstaffeln, auf die Jahr für Jahr hingefiebert wurde, insbesondere zur Vorweihnachtszeit. Mehr noch, wir besprechen heute eine damals gar nicht so unübliche Abnormität, nämlich eine deutsche Fantasyserie einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt aus dem Jahr 1983 – MANDARA – ein wilder Seemannsgarn über fiese Strandpiraten, finstere Dämonen und cleveren kleinen Helden, also alles, was sich das kindliche Genreherz wünscht. Leider ist jener güldene Serienschatz arg in Vergessenheit geraten, so lasst ihn uns ausbuddeln, ihr Sprotten und Spinnaker.
Heute wollen wir uns mit etwas beschäftigen, vom dem man nachsagt, es sei des Deutschen Lieblingsgenre, auch wenn das wie ein Oxymoron klingt. Ja, die Deutschen lieben Genre, aber nur die Subgenre, die sie auch mögen. Man hört ja oft, das mit Genre und Deutschland sei ein Drama. Aber ich habe noch keinen Deutschen getroffen, der gesagt hat, er liebe Dramen. Nein, mal ganz ohne Klischees, der Deutsche liebt Pünktlichkeit, Fußball, Kohlrouladen und den Krimi. Das ist wohl Erziehungssache, schon Alfred Hitchcock hat gesagt: „Alle schlechten Eigenschaften entwickeln sich in der Familie – das fängt mit Mord an und geht über Betrug und Trunksucht bis zum Rauchen.“ Aber weiß der Deutsche da eigentlich, was er so liebt? Was ist das überhaupt, der Krimi, dieses lustige, posemuckelige Wort, in dem es doch oft um so grässliche Dinge geht wie…ja genau, Mord!
Soyez les bienvenus, liebe Genrefreunde, zu einer neuen Ausgabe der Kleinen Genrefibel, die es nicht minder in sich hat als so manch andere Genresparte, denn wir feiern heute vor allem Gewalt als Mittel zur Konfliktlösung und hemmungslosen Alkoholismus. Noch schöner wäre es, wenn eine entzückende Stimme mit gans kleine französische Accent das ier spreschen gönnte, abäär das geht leider nischd, es sei denn, irgendwann erscheint mal eine Öhschbielfassung. Genug erzählt, äh…genug der Vorrede, meine ich. War es mit Werwölfen, Trash und Cop Movies letztlich dezent düster in der Fibel, widmen wir uns heute wieder einem heiteren Thema, einem kleinen Stückchen der großen Subgenretorte, eine Torte wie…ja genau, wie diese Torte hier: