Schlechte Laune brachte Kummer, die mir jede Stimmung nahm. Alles neu macht der Mai? Am Gesäß! Wenn´s draußen schon stürmt und mieselnieselt, könnte man es sich ja drin wenigstens mit neuer Genrefilmware gemütlich machen, aber es gibt ja nix Neues, bis auf ein paar Streamingsachen. Die Fantasy Filmfest Nights werden erneut verschoben, man weiß schon gar nicht mehr, wie Kihno geschrieben wird, Enttäuschung an allen Fronten, echt Horrorshow. Da hilft nur noch Toffifee und ein schöner Retro Filmklassiker. Traumfalter Filmwerkstatt will helfen und gräbt wieder im Fundus der fast oder gänzlich vergessenen Filmperlen, die da im Sande das Wahns verbuddelt liegen, heute mit einem ganz besonderen Debütfilm des australischen Regisseurs und Autoren Alex Proyas.
Es ist Film, Zeit, dass sich was dreht. Denn Film bedeutet Bewegung, Movie, das kommt von moving pictures, gemeint ist das bewegte Bild. Auch wenn wir in der Kleinen Genrefibel den Weg des Films durch die Jahrzehnte fast ausschließlich an Genres und Subgenres festmachen, bedeutet das nicht, dass es nicht auch andere Auslöser für diverse Richtungsänderungen innerhalb der Filmkunst gab. In der Kleinen Genrefibel Teil 54: Viva España haben wir bereits eine solche kennengelernt, die spanische Kulturrevolution “Movida Madrileña”, welche nach dem Ende der Franco-Diktatur auch dem spanischem Film eine solche neue Richtung gab. Nicht nur Genres haben das Gesicht des Films verändert, manchmal dachte man in größeren Dimensionen.