Das alte Jahr ist dahin, vergangen, zermalen, mach´s gut, 2014, und schreib mal ´ne Karte. Weg damit! Wir müssen nach vorne schauen und weitermachen. Eigentlich total aufregend, wo beziehungsweise wann wir uns befinden. Nämlich im Jahr 2015, einer weiteren Etappe der Hoffnung, nachdem 2010 – DAS JAHR, IN DEM WIR KONTAKT AUFNEHMEN nicht das war, was wir uns versprochen hatten und auch 2012 völlig enttäuschte, zumindest Weltuntergangsmäßig. Aber 2015, das ist eine ganz andere Sache. Marty McFly wird hier ankommen, es gibt schwebende Hoverboards, Klamotten, die sich selber trocknen und im Kino läuft JAWS 19 von Max Spielberg. Ein tolles Jahr, dieses 2015 aus ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT 2.
Und wieder. OSCAR vorbei – Füße kalt. Kreislauf is das, beziehungsweise mangelnder Kreislauf oder fahriger Kreislauf oder unrunder Kreislauf…also oval oder elliptisch. Jedes Jahr der selbe Brei. Gibt aber schlimmeres als Kreislauf. Als 1995 FORREST GUMP den OSCAR für den besten Film bekam, habe ich ein Glas Erdnusscreme mit einem Teelöffel leergelöffelt. Dann war mir schlecht und ich habe Erdnusscreme jahrelang nicht angerührt. Was hab ich gestern zu mir genommen? Kilo Nudeln, Bier und PICK UP! Caramel von Leibnitz – sehr lecker, is bestimmt neu in deren Sortiment. Jetzt bin ich irgendwie abgeschweift, worum gings gleich nochmal? Achja, die GENRENALE! Ich glaub, ich fang nochmal an.
Zuallererst ein gesegnetes, gesalbtes, gesottenes und geselchtes Neues Jahr an alle Leser hier, ich hoffe, Ihr seid gut über den Gebirgsgrat des Jahreswechsels geflutscht und alles is Knorke, wie man so schön sagt. 2013 ist passé, also weg damit. Ein neues Filmjahr steht an und wie immer schaut man gespannt auf die kommenden Highlight, nur um am Jahresende dann festzustellen, dass mutmaßliche Blockbuster oder Fanträume eher enttäuschen, wie auch Filme begeistern können, die man anfänglich nicht mit der Feuerzange anzufassen gedenkt. Ich habe einmal zehn potentielle Highlight herausgepickt, die allesamt interessant bis unverzichtbar scheinen. Einiges startet bereits in den kommenden Monaten, ein paar Titel allerdings erscheinen erst gegen Jahresende. Wie auch immer, Vorfreude ist die schönste Freude, also werfen wir einen Blick auf Filmhighlight des Jahres 2014.
Wenn Heute das Gestern nicht Morgen wäre, sondern Gestern, dann wäre Heute der längste Tag des Jahres. Nur leider war der eben Gestern. Gestern, Heute, Morgen, in der Physik sind sie alle gleich. Nur erklären kann man das nicht. Das ist das tragische an der Physik, sie ist haltlos. Der längste Tag des Jahres dauert zum Beispiel gerade mal einen Tag. Sinnlos!
Die folgende Kolumne ist ein noch persönlicheres Anliegen als sonst.
Was müssen wir alles ertragen, wir Dramaturgen und Stoffentwickler. Nicht in Drehbuch-besprechungen, in Seminaren oder Pitchingveranstaltungen, sondern im ganz normalen Alltag. Es sind die ewig gleichen Diskussionen unter Bekannten und Freunden, unter Filmliebhabern, dürfte man meinen. Pustekuchen! Ich kann nicht mehr! Meine Kraft neigt sich dem Ende. Ich antworte schon gar nicht mehr. Muss ich auch nicht, ich hacke meinen Groll einfach hier rein. Platz is genug!
In einer Melange aus Bier, Kaffee, Bolognesesoße und Nussbeißer wache ich auf. Ich fühle mich durchgewalkt, ausgezutscht. Das, was die alle sagen, stimmt: Die Oscars saugen! Und zwar Lebensenergie! Dabei ging alles so witzig los, Sonntag früh, nach dem Aufstehen. Zur Einstimmung noch was Lustiges schauen: LIEBE von Michael Haneke. Kurze Pause für Antidepressiva einlegen und dann vorschlafen. Der Abend naht, mit ihm die 85. Academy Awards Verleihung. Bevor es losgeht, muss man allerdings durch eine Art Sumpf waten. Das allerschlimmste dabei ist, eine Stunde auf Steven Gätjens Hinterkopf starren zu müssen, während der Warane kuckt. Doch nach 42 Werbeunterbrechungen ist auch das vorbei.
Mit der Verleihung der 84. Academy Awards endete an diesem Wochenende die jährliche OSCAR-Saison. Endlich! Nach anstrengenden Wochen medialer Dauerbeschallung über betroffene Hawaiihemdenträger und die Wiederbelebung des Stummfilms kann der geneigte Cineast endlich aufatmen und sich neuen filmischen Herausforderungen stellen – immerhin starten in den Staaten bald 21 JUMP STREET und AMERICAN PIE: KLASSENTREFFEN! Für viele bleibt aber auch dieses Jahr die Verleihung der goldenen Kameraden eine überflüssige Veranstaltung. Man kennt es: „Selbstbeweihräucherung“, „Wen interessiert denn das?“, Also ehrlich! Wer ist diese Academy? Und was fällt ihr ein, jährlich erfolglosen, intellektuellen Mist zu küren, sich selbst zu feiern. Ach ja, das Totschlagargument fast vergessen: „Typisch Hollywood!“