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Fantasy Filmfest White Nights 2016

Nun sind wir endlich in der schönen Vorweihnachtszeit angekommen, eine Zeit, in der Milch und Honig wirklich fließen, nicht nur in der Phantasie. Bevor wir aber das Film- und Serienjahr 2016 abhaken, betreiben wir noch ein wenig Rundschliff. Im Dezember 2015 fanden zum ersten Mal die Fantasy Filmfest Nights statt, das Programm war mit BONE TOMAHAWK, BASKIN und DIBBUK ganz solide. Bei den Nights 2016 im April dagegen tummelten sich ein paar echte Hochkaräter des Genrefilmjahres (THE WITCH, GREEN ROOM, THE LOBSTER, WHAT WE BECOME, HIGH RISE, MOONWALKERS), während das Jubiläumsfestival im August nicht ganz so pompös ausfiel. Eine weitere Spezialausgabe der Fantasy Filmfest Nights im Dezember aber hätte das Genrejahr perfekt abrunden können. Doch leider gibt es im Dezember gar keine White Nights, die kommen nun erst im Januar nächsten Jahres zurück.

Fantasy Filmfest 2016 Quick’n’Dirty

Wir beginnen heute mit einem Gedichtauszug von Christian Morgenstern: „Wenn der Bauer im Strudel mäht und die Wolken tief zu Tale höngen, wirst auch du Mariechen zu deinem Pferdchen kümmen!“ Was immer das auch heißen mag. Das 30. Fantasy Filmfest ist zu Ende oder auch nicht, wie das eben so ist im Vielvölkerstaat. Hier in Berlin jedenfalls ist´s passé und die Menschen freuen sich, endlich wieder ungestört JASON BOURNE kucken zu können. Wie in jedem Jahr picken wir uns die Rosinen aus dem Hundekuchen und schauen mal, welch gut gekutterte Genreware da über die Ladentheke gewandert ist. Fangen wir mal mit einem Film an, den ich gar nicht gesehen habe, weil mir die anderen einfach alle Karten vor der Nase weggekauft haben.

30. Fantasy Filmfest

Ob man nun will oder nicht, ein neues FANTASY FILMFEST steht an, ein Jubiläum zugleich, das internationale Genrefilm-Festival wird heuer dreißig Jahr. Was für ein schöner, runder Geburtstag. Wird dieser eventuell besonders zelebriert, mit eine Retrospektive vielleicht, einem Best of oder wird wenigstens Friedrich Wilhelm Murnau exhumiert und irgendwo aufgebahrt? Leider nein. Auf den ersten flüchtigen Blick kommt das 30. FANTASY FILMFEST 2016 ziemlich unspektakulär daher. Kein Midnight Madness mehr, auch kein Focus Asia, aber das war bereits im letzten Jahr so. Aber leider auch kein echtes Highlight trotz bunter Genremischung.

Fantasy Filmfest Nights 2016

Die Fantasy Filmfest Nights 2016 nähern sich mit großen Schritten und wir wollen mal wieder einen kleinen Blick auf das Programm werfen. Ich verstehe die Nights immer als eine Art Carte Blanche quer durch den Genregemüsegarten, andere wiederum bezeichnen das Festival aus dem Hause Rosebud als Marketingvehikel für kommende Heimauswertungen. Wie auch immer. Fakt ist, es gibt gute und schlechte Jahrgänge, auf das fulminante Jahr 2013 (STOKER, THE SEASONING HOUSE, JOHN DIES AT THE END) folgte ein schwächerer Jahrgang 2014 (THE GREEN INFERNO, WOLF CREEK 2), letztes Jahr ging es durch GERMAN ANGST, A GIRL WALK HOME ALONE AT NIGHT und CUB wieder aufwärts, die ersten White Nights im Dezember waren dann aber wieder nur mittelprächtig (BASKIN, DEMON). Egal, Schwamm drüber, die Nights 2016 sind wieder über die Maßen verzückend!

Die neue Unwirklichkeit

Eine Hauptstadt im Festivalfieber. Ganz Berlin ächzt unter der Knechtschaft von Gaius Julius Kosslick. Ganz Berlin? Nein, ein kleines Kino in Mitten der Mitte leistet nun schon seit vier Jahren Beihilfe zum Widerstand. Die GENRENALE, das Festival für den deutschen Genrefilm, das Bollwerk gegen die Uniformität filmischer Kältestarre und Mutlosigkeit im deutschen Betroffenheitskino und Betäubungsfernsehen, hat erfolgreich ihren vierten Staffellauf absolviert und purzelte am Donnerstag Nacht über die Zielgerade. Erster! Mit großem Abstand zur BERLINALE.

Fantasy Filmfest White Nights

Ja is denn heut schon Weihnachten? Oder bereits wieder März? Mysteriöse Dinge geschehen in der hiesigen Genrefilmlandschaft. Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr heißt es FANTASY FILMFEST, die NIGHTS bekommen eine Extrarunde in ausgewählten Kinos spendiert. Wenn es Anfang Dezember hoffentlich stürmt und schneit, debütieren die NIGHTS mit ihrer ersten Vorweihnachtspremiere. Willkommen bei den WHITE NIGHTS 2015.

GENRENALE RELOADED

Der Sommer nimmt leise Abschied und das ist auch gut so, denn frühe Dunkelheit, Herbstlaub und Schmuddelwetter sind des Genrefans Freund. Im September und Oktober starten endlich wieder ein paar Horrorfilme in den Kinos (SINISTER 2, THE VISIT, REGRESSION, CRIMSON PEAKS, STUNG) und plötzlich ist sie wieder da, die pure Genrelust, der es im Sommer einfach zu heiß war und die sich in eine dunkle Ecke verkrochen hat. Passend dazu geht es langsam wieder mit den Vorbereitungen zur GENRENALE 4 im Februar 2016 los, denn so ein Festival braucht Futter. Abermals ruft die GENRENALE nach aktuellen Genre- Kurz und Langfilmen mit professionellem Anspruch aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Da will ich gern mitrufen!

Fantasy Filmfest 2015 Quick’n’Dirty

Zwölf Tage FANTASY FILMFEST in Berlin sind zu Ende. Was für ein Festival in diesem Jahr! Draußen apokalyptische Temperaturen, im gut klimatisierten Saal 8 des CINE STARS in SONY-Center jede Menge coole Genresachen. In diesem Jahr gab es in der Tat ein paar echte Juwelen, sowohl im Vorfeld, als auch als Überraschungen, die man so nicht auf dem Schirm hatte. Wie immer schauen wir uns die Highlights aus meiner Sicht in Kurzreviews an, diesmal sind es sogar elf Filmchen, auf die sich nicht nur die Besucher der restlichen Spielstädte freuen dürfen. Los geht’s!

29. Fantasy Filmfest

Da war ich ein wenig verdutzt, als das FANTASY FILMFEST Programm für Berlin plötzlich online stand. Jetzt schon? Aber da fiel mir auf, das 29. Internationale Genrefilmfestival geht ja bereits am 05. August los. Na dann mal schnell durch das Programm wühlen, Highlights wie Lowlights herausputteln und Infos erhaschen. Was erwartet den Genrefan in diesem Jahr?

Der Nacktmull muss niesen. Feenstaub.

Britizismus, Quadrinom, Paränese, Impietät, Mankieren, Ordonanz, Skabrös, Intransigent. Wann immer Autoren und Stoffentwickler neue Wörter aufschnappen, es fühlt sich wie die Entdeckung einer unerforschten Tier- oder Pflanzenart an. Im Unbekannten schlummern neue Denkweisen, zwischen dem „R“ und dem „Ö“ in „Skabrös“, da sind Geschichten drin versteckt. Ihr nennt das verquert, intellektuell verpuderquastet oder kapriziös? Kann sein. Aber so ist das nun mal. Dabei hab ich noch gar nicht von Dingen gesprochen, für die es keinerlei Begrifflichkeit gibt. Zum Beispiel für das diffuse Gefühl, wenn Inspiration für etwas nicht aus dem Konkreten entspringt, sondern einem Farbtopf an Eindrücken, die alles Bestehende parallelverschieben und oder in Frage stellen. Nennen wir dieses Gefühl „melangeristisch“. Oder „Trispalt“ – die Steigerung von „Zwiespalt“.