Posts Tagged: Stummfilm

Die kleine Genrefibel Teil 79: Film im Film

Willkommen zurück zur Kleinen Genrefibel, liebe Filmfreunde und Filmfreundinnen. Was haben wir nicht schon alles beackert im Zuge unserer Feldforschung, von großen Themenkomplexen bis hin zu winzigsten Subgenres, in filmischem Realismus oder purer Fiktion? Nur eins blieb stets gleich, die Flucht, die Illusion, die das Medium eigentlich verbergen sollte. Ein Film ist immer dann am besten, wenn er nicht verrät, was er ist, wenn er die Illusion eines Blickes in Träume und Sehnsüchte bewahrt. Doch damit ist jetzt Schluss. Denn neben allen möglichen Motiven hat auch der Film selbst den Film geprägt. Unser Thema heute heißt Film im Film, doch dahinter verbirgt sich mehr als nur eine metaphysische Matrjoschka, die Fiktion in der Fiktion oder Selbstbeweihräucherung.

Die kleine Genrefibel Teil 40: Der Western

In der kleinen Genrefibel habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, sämtliche Genre und Subgenre der Filmwelt vorzustellen, ein Vorhaben, welches mich wohl bis nach mein Lebensende beschäftigen wird. Nun sind wir inzwischen bei Teil 40 angelangt, eine schöne Zahl, wie ich finde, und endlich ist mal Zeit für ein wirklich handfestes Genre. Denn was fällt einem ein, wenn man spontan nach einem Filmgenre gefragt wird? Richtig, der Western! Der Western ist ein richtiges Genreurgestein, und das hat triftige Gründe. Kaum eine andere Filmsparte ist so festgelegt in ihren Merkmalen, so klar definiert und doch so unendlich mannigfaltig.

Die kleine Genrefibel Teil 39: Tod & Teufel

Starren, Schauern, Schrecken, Grausen oder schlicht und lateinisch: Horror! Keine Sparte des phantastischen Films verzweigt sich in so viele unterschiedliche Subgenres wie der Horrorfilm. Warum ist das so? Ist der Mensch von Ängsten und Schrecken nur so umzingelt, dass er sich seit knapp 130 Jahren filmischen Schaffens daran abarbeitet? Die großen klassischen Horrorthemen, sie haben sich kaum verändert in dieser Zeitspanne. Noch immer wuseln Vampire, Werwölfe und Zombies über die Kinoleinwände und verbreiten mehr oder minder Panik in den Zuschauerreihen.

Die kleine Genrefibel Teil 34: Viva España

Eine neue Genrefibel erblickt das fahle Licht der Schutzlaterne, inzwischen sind wir bei Teil 34 angekommen, wer hätte das gedacht? Doch anstatt brav und alphabetisch einzelne Subgenres abzuklappern, blicken wir in der Kleinen Genrefibel auch immer mal über den Tellerrand drüber oder unten drunter durch. Filme zu schachteln, zu ordnen, zu systematisieren, das kann man aus verschiedenen Richtungen. Heute wollen wir mal wieder eine andere einschlagen, doch ganz neu ist das nicht. Bereits in den Folgen 22 und 31 war die Betrachtung der Materie nicht nur vom Genre abhängig, sondern auch länderbezogen. Franko-Belgische Comicverfilmungen und japanische Animefilme sind aber nur ein Teil einer nationalen Filmausprägung. Inhaltlich wie stilistisch kann es sehr spannend sein, Filmschaffen länderspezifisch zu fokussieren. Das wollen wir von nun ab in unregelmäßigen Abständen tun und den Anfang unserer kleinen Weltreise macht das faszinierende Filmland Spanien.

Die kleine Genrefibel Teil 26: Silentium

Die kleine Genrefibel Teil 19: Lykantropia

2013 war ein richtiges Jubiläumsjahr. 200 Jahre Völkerschlacht bei Leipzig, wer erinnert sich noch? 50 Jahre James Bond, 100 Jahre Kreuzworträtsel. Aber vom entscheidendsten Jubiläum hat mal wieder keiner was mitbekommen. Auch der Werwolffilm wurde glatte 100. Glückwunsch, nachträglich. Wenn ich so über 100 Jahre Werwolf im Film nachdenke, bei einem Glas Ziegenmilch zum Beispiel, weitet sich mein Herz zu einem saftigen Steak. Denn der Werwolf als solcher hat maßgeblich meine sonderbare Lausbubenjugend geprägt. Vampire waren mir immer suspekt und viel zu dünn, Zombies zu ekelig und ebenfalls zu dünn, Haut und Knochen und ein wenig Moder. Geister, Hexen, Ghoule, kein Wesen der Phantasie konnte es mit der brachialen Wucht eines Werwolfs aufnehmen. Stark, animalisch, männlich, potent, kraftstrotzend, und dennoch ein Wesen mit tragischer Geschichte.