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Teaser, Trailer, Temperamente

In der Welt des Films ist nicht alles von Dauer. Super 8, VHS-Kassette, Laserdisc, Aushangfotos, Kopierschutzdecoder, der Softsexfilm, ganze Subgenres kommen und gehen, nix bleibt für die Ewigkeit. In der Sammelablage retrospektiver Kulturgüter häufen sich die Dinglichkeiten, egal ob Festkörper oder Immaterielles, andere Sachen wiederum werden für tot erklärt, Hollywood, der Blockbuster, das Kino als solches. Angeblich alles weg. Aber da gibt es eine Sache, welche nicht nur sämtliche Verwerfungen und Umbrüche überdauert hat, sondern sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut beim Konsumenten – der Filmtrailer.

Holterdipolter

Was ist das nur für ein ulkig Schelm, dieser John Travolta. Wie er mich immer zum Lachen bringt, ich könnte ihn knuddeln und herzeln. Als er auf der OSCAR-Verleihung 2014 die Sängerin Idina Menzel anmoderieren wollte, fiel ihm wohl ihr Name nicht mehr ein und er kreierte fix eine flockige Alternative: ADELE DAZEEM. Kurz nach diesem Fauxpas wurde aus Travoltas „Adele Dazeem“ ein Internetphänomen. Es gibt sogar einen Namensgenerator, unter der schmucken Aufforderung TRAVOLTIFY YOUR NAME! kann man dort seinen Namen travolisieren lassen und wenn John Travolta mich bei den OSCARS ankündigen will, würde er sagen:

„And the OSCAR for best Screenplay goes to CIARAN HALLA!“

Stimmungsmache

Filmstoffentwicklung, qu’est ce que c’est? Ein Handwerk, eine Reise, ein Regal voller Leitz-Ordner? Werkzeuge der Stoffentwicklung wie Exposé, Treatment, Step-Outline – grobe Raspeln oder Präzisionskreuzschlitze? Und welchen Wert hat die Recherche, wenn sie nicht niedergeschrieben ist in endlosen Ausdrucken, handverlesen, hingekritzelt, rauskopiert, abgeheftet – ein gut recherchierter Film muss mindestens 10 Hektar Waldfläche verbraten, um eine glaubhafte Geschichte liefern zu können. Schriftgröße 3,2. Schrift, Wörter, Wortgruppen, Halbsätze, Gegensätze – Stoffentwicklung ist Arbeit, vorrangig Schreibarbeit, denkt man, aber ich lehne mich dagegen auf, schmeiß alle Leitzordner vom Balkon und drück die Augen feste zu, bis bunte Würmer hinter meinen Lidern tanzen.

meanwhile in a parallel universe

Ein munteres Abtauchen, das wünsch ich Euch da Draußen. Ein Abtauchen in phantastische Gefilde, das macht im Dezember doppelt soviel Spaß. Ich wollte eigentlich noch etwas FanFiction betreiben, nur verhaspelte ich mich neuronal in den Wirrungen fiktiver Fiktion. Denn es gibt zu viel, was es nicht gibt. Also, dann werfen wir heute gleich ein paar Blicke in alternative Universen, in denen es saftig-süße Hongimilchbäche an Filmwundern und Fanwunschträumen gibt…naja, zumindest in den meinigen.

Augenfänger

Am Anfang war das Bild. Noch bevor ein Hauptplakat in den Schaukästen der Kinos landet, kündigen Teaserplakate auf kommende Filmgroßereignisse an. Wie lange es diese Art des Marketings schon gibt, kann ich gar nicht so genau sagen. Ich glaube allerdings, Teaserposter kamen erst in den Neunziger Jahren in Mode. Das Tolle an Teaserplakaten ist die Reduzierung des Films oder des Plots auf ein schlichtes Bild, Logo oder Moodvisual. Es muss im Kopf des Betrachters eine Initialzündung hervorrufen. Aus diesem Grund ist das Verwenden von Teaserpostern auch nur in bestimmten filmischen Bereichen wirklich sinnvoll. Denn ein „Teasen“ ergibt nur dahingehend Sinn, wenn man eine Verbindung zu etwas Bekanntem herstellen kann. Einfachstes Beispiel ist das SUPERMAN-Symbol, bei dem jeder weiß, um was es sich handeln könnte.