Die 89. OSCAR-Kaninchen- und Taubenzuchtverleihungen, in diesem Jahr präsentiert von Eichelschmeichler der Firma Amorelie, wurden wie immer von Pro Sieben vor der Aufzeichnung ausgestrahlt und das bis zu fünf mal in über vierzig Städten Dänemarks. Eine technische Meisterleistung! Mixed Emotions vom Fahrbandrand, der rote Teppich als Gaumenzäpfchenverlängerung von Steven Gätjen. Wir sahen Viggo Mortensen und seinen unehelichen Sohn, den er mit Uwe Ochsenknecht hat, Nicole Kidman flog vorbei, Gätjen broll, doch die Kamera machte einen Schwenk und wir sahen Mel Gibson, der gerade zum achten Mal Vater geworden ist und sein neustes Töchterlein bereits zur Verleihung mitgebracht hat.
Nach meiner erfolgreichen Doktorarbeit über den binomialen Einfluss chaotischer Axiomensysteme am Beispiel STAR TREK, also warum nur die geraden Teile gut sind wie DER ZORN DES KHAN, ZURÜCK IN DIE GEGENWART oder DAS UNENTDECKTE LAND, also gleich als ich mit diesen Berechnungen fertig war (die Lösung war übrigens 1 1/2), blätterte ich in meinem Karteikartenschrank und wollte meine Theorie auf Filmjahrgänge ausweiten. Denn 2015 war ein fantastischer Jahrgang. STAR WARS kam zurück, MAD MAX FURY ROAD ließ die gesamte Actionkonkurrenz Staub fressen, EX-MACHINA, INSIDE OUT, BIRDMAN, SICARIO, das Filmjahr 2015 war das beste Filmjahr 2015 seit Langem. Sind ungerade Filmjahrgänge denn nun besser als gerade? Blicke ich jetzt zurück auf das Filmjahr 2016, welches genau in diesem Moment die Segel streicht, und zwar in der Farbe Möhrengelb, dann scheint sich diese Theorie zu bewahrheiten. Aber in Wirklichkeit ist alles noch viel, viel schlümmer.