Posts Tagged: Festival

GENRENALE 2015

Endlich ist das Programm der diesjährigen GENRENALE 3 online gegangen, wie man heute sagt. Das erste und einzige Filmfestival, dass gänzlich dem deutschen Genrefilm gewidmet ist, geht damit in die dritte Runde. Darauf einen Dujardin! Präsentiert wird die diesjährige GENRENALE von TELE 5, dem duften Münchner Sender, dem wir BIM BAM BINO zu verdanken haben, auf dem aber auch Animes laufen (was für eine wundervolle Gelegenheit zum cross promoten, darauf noch einen Dujardin) und so mancher Genreklassiker. Zwei volle Tage Programm stehen an, wollen wir über die Programmpunkte diskutieren? Nein! Heute wollen wir uns einfach nur freuen, diskutiert wird ohnehin hinterher.

Die dritte Gen(r)eration

Wellen. Wellen sind mir einerseits suspekt. Ich mochte schon im Mathematikunterricht ungern mit Wellen diskutieren. Andererseits bereiten sie mir auch Unbehagen und Angst. Große Wellenberge, wie zuletzt in INTERSTELLAR, finde ich schaurig. Dieses Phänomen nennt sich Cymophobie, die Angst vor Wellen. Abseits dieser fürchterlichen Betrachtung gibt es aber auch positive Wellenaspekte. Retrospektive Belange zeitrhythmischer Natur, chronologische Beständigkeit oder temporäre Empfindungen kommen auch in Wellenform daher.

Fantasy Filmfest Nights 2014

Meint man, jetzt ist langsam mal genug mit Festivals, starten diese Woche bereits die FANTASY FILMFEST NIGHTS 2014 in Köln und Frankfurt, hier in Berlin gastiert Rosebud Entertainment am 29. und 30. März. Die kompakten NIGHTS liefern nun seit 2003 ein Wochenendprogramm Genrefilm als Appetizer für das jährliche Festival im August. Zehn Filme aus verschiedenen Genreecken stehen an, und ein paar erscheinen nicht gleich eine Woche später als Blu-ray oder DVD, was ja nicht selten kritisch und zu Recht an der Programmgestaltung angemerkt wurde. Was wird denn nun geboten bei den zwölften Fantasy Filmfest Nights?

Keine Gravitätlichkeiten, Fliegen fällt sonst schwer…

Und wieder. OSCAR vorbei – Füße kalt. Kreislauf is das, beziehungsweise mangelnder Kreislauf oder fahriger Kreislauf oder unrunder Kreislauf…also oval oder elliptisch. Jedes Jahr der selbe Brei. Gibt aber schlimmeres als Kreislauf. Als 1995 FORREST GUMP den OSCAR für den besten Film bekam, habe ich ein Glas Erdnusscreme mit einem Teelöffel leergelöffelt. Dann war mir schlecht und ich habe Erdnusscreme jahrelang nicht angerührt. Was hab ich gestern zu mir genommen? Kilo Nudeln, Bier und PICK UP! Caramel von Leibnitz – sehr lecker, is bestimmt neu in deren Sortiment. Jetzt bin ich irgendwie abgeschweift, worum gings gleich nochmal? Achja, die GENRENALE! Ich glaub, ich fang nochmal an.

Leidenschaft und Selbstausbeutung

Die Berliner Festivalwoche ist mittlerweile vorüber und mit ihr auch die GENRENALE2, ein Festival mit dem Label 100% GERMAN GENRE CINEMA. Genug Zeit also, um den Tag des deutschen Genrefilms ein wenig nachzuverarbeiten. GENRENALE2 im GENRENALE-PALAST Babylon Mitte, das war ein volles Tagesprogramm an Kurzfilmen, Trailern, einem Serienpiloten bis hin zu einer spätstündlichen Retrospektive, der LAST MARTIAL ARTS CHALLENGE, in der es die KAMPFANSAGE-Trilogie zu sehen gab. Das Herzstück der Veranstaltung aber war die Podiumsdiskussion “Rückkehr zur dämonischen Leinwand – Hindernisse und Chancen des deutschen Genrefilms“, in der es natürlich um das zentrale Thema für Filmemacher geht, die Genre in Deutschland machen wollen, nämlich, warum ist das so schwer, in diesem Land Genrefilme zu machen. Bevor ich näher auf die interessante Diskussionsrunde eingehe, denn das Gesagte ist wichtig und muss verbreitet werden, fangen wir doch an mit den…

GENRENALE 2014

Während die BERLINALE in diesem Jahr zum 63. Mal stattfand, das FANTASY FILMFEST, eines der weltweit wichtigsten Genrefilm-Festivals überhaupt, bereits zum 27. Mal, schickt sich eine neue Plattform im Jahr 2014 an, frischen Wind in die hiesige Festivallandschaft zu bringen – die GENRENALE. Obwohl BERLINALE und FANTASY FILMFEST zwei Veranstaltungen sind, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten, die Schnittmengen aus Genrefilm und Deutschland sind auf beiden Seiten gleichermaßen deprimierend. Während die BERLINALE nun nicht gerade als Genrefilm-Festival bekannt ist, bietet das FANTASY FILMFEST zwar superbe internationale Genrefilm-Produktionen, ein deutscher Beitrag gleicht aber weiterhin einer verlorene Injektionsnadel im Genrefilmheuhaufen. Deutschland und Genrefilm, das sind noch immer zwei schwer vorstellbare Angelegenheit.

Fantasy Filmfest 2013 Quick’n’Dirty

Und da war´s auch schon wieder vorbei – das FANTASY FILMFEST 2013. Zumindest für Berlin und Hamburg. Und wie in fast jedem Jahr ist die eigene Programmvorausplanung selbstredend für die Katz gewesen, denn ich war die ersten Festivaltage gar nicht in der Stadt. Ups! So war es mir leider nicht vergönnt, den Eröffnungsfilm THE CONGRESS von Ari Folman zu schauen. Glücklicherweise startet der Animations-Realfilm-Mix nach Stanislav Lem am 12. September regulär in den Kinos. Auch HAUNTER von Vincento Natali hab ich verpasst. Aber auch in der zweiten Festivalhälfte gab es ja ein paar Perlen zu entdecken. Werfen wir im Kurzcheck einen Blick auf sechs Filmchen des diesjährigen Programms.

…sah ich noch einmal die Lichter der Stadt

Der kalte, nasse Nieselscheiß, dieser frostige Dreck voller Kieselsteine, Reste von Chinaböllern und Kot, Kot, Kot, wohin das Auge blicket. Ja, es ist ekelhaft da Draußen, dieser beknackte Winter, und die paar Sonnenstrahlen machen´s auch nicht wirklich besser…wie dämlich, jetzt schreibe ich hier schon über Wetterbefindlichkeiten, das sollte ich besser Sibylle Berg überlassen. Aber das hat ja bald ein Ende. Denn es gibt eine Pforte, einen Zeitspalt, eine semipermeable Membran, wenn man diese durchschreitet, wird alles besser. Diese Tage des Wandels finden in diesem Jahr vom 16. bis 21. April statt. Für mich ist jedes Jahr das FILMFEST DRESDEN die magische Schwelle hinein in den Frühling.

Hemingway hat sich gefälligst auch bei mir zu entschuldigen!

In einer Melange aus Bier, Kaffee, Bolognesesoße und Nussbeißer wache ich auf. Ich fühle mich durchgewalkt, ausgezutscht. Das, was die alle sagen, stimmt: Die Oscars saugen! Und zwar Lebensenergie! Dabei ging alles so witzig los, Sonntag früh, nach dem Aufstehen. Zur Einstimmung noch was Lustiges schauen: LIEBE von Michael Haneke. Kurze Pause für Antidepressiva einlegen und dann vorschlafen. Der Abend naht, mit ihm die 85. Academy Awards Verleihung. Bevor es losgeht, muss man allerdings durch eine Art Sumpf waten. Das allerschlimmste dabei ist, eine Stunde auf Steven Gätjens Hinterkopf starren zu müssen, während der Warane kuckt. Doch nach 42 Werbeunterbrechungen ist auch das vorbei.

Oh no! Her again?

Mit der Verleihung der 84. Academy Awards endete an diesem Wochenende die jährliche OSCAR-Saison. Endlich! Nach anstrengenden Wochen medialer Dauerbeschallung über betroffene Hawaiihemdenträger und die Wiederbelebung des Stummfilms kann der geneigte Cineast endlich aufatmen und sich neuen filmischen Herausforderungen stellen – immerhin starten in den Staaten bald 21 JUMP STREET und AMERICAN PIE: KLASSENTREFFEN! Für viele bleibt aber auch dieses Jahr die Verleihung der goldenen Kameraden eine überflüssige Veranstaltung. Man kennt es: „Selbstbeweihräucherung“, „Wen interessiert denn das?“,  Also ehrlich! Wer ist diese Academy? Und was fällt ihr ein, jährlich erfolglosen, intellektuellen Mist zu küren, sich selbst zu feiern. Ach ja, das Totschlagargument fast vergessen: „Typisch Hollywood!“