Posts Tagged: Märchen

Die kleine Genrefibel Teil 86: Cool Kids!

Heute, Kinder, wird´s was geben, und zwar ein richtiges Reizthema im Kinematographenzoo, im Flimmergewimmel unseres kleinen Nickelodeons hier, heut gibt´s voll auf die VierbisZwölf, ob ihr wollt oder nicht. Erst kürzlich hab ich es wieder erlebt, hier in meiner schnuckeligen Filmhöhle. Ich sitze mit einem guten Freund bei einem Quarkhörnchen und einem Kasten SchwipSchwap vor dem Fünfundfünfzigzoller und wir wollen einen Film schauen, mein Vorschlag SON OF RAMBOW klingt dem Titel nach verheißungsvoll, doch dann erwähne ich spitzwegerich beiläufig, dass es sich dabei um einen der besten Kinderfilme handle, den ich kenne und der Kasten SchwipSchwap gehört mir plötzlich ganz alleine. Was ist denn da los? Beim heiligen Perforationsloch, warum sollte man an einem Samstagabend einen Kinderfilm kucken, als „Erwachsener“? Also „nur“ einen Kinderfilm? Warum keinen „richtigen“ Film?

PANOPTIKUM

Erstmals fand auf der GENRENALE 3 eine öffentliche Pitchingveranstaltung statt. Neun Autoren stellten in vier Minuten ihre Genreprojekte vor, vom schwäbischen Supercop über ein vollautomatisches Altersheim der Zukunft, die Begegnung eines kleinen Jungen mit dem Tod, mysteriöse Gedankenübertragung, High-Tech-Träumereien und Found Footage, insgesamt ein breiter und interessanter Genre-Stoffpool, und auch ich hatte die Möglichkeit, mein Projekt PANOPTIKUM vorzustellen, eine etwas andere Horror-Anthologie. Abschließend zum GENRENALE-Special möchte ich das Konzept auch hier nochmal schriftlich pitchen.

Die kleine Genrefibel Teil 15: Märchenfilme

Ach ja, Märchenfilme, das ist ein schönes Thema für Weihnachten. Da hab ich aber kürzlich gehört, dass das nervigste an Weihnachten, neben Weihnachten an sich, nicht „Last Christmas“ von Wham wäre, sondern der Film DREI HASELNÜSSE FÜR ASCHENBRÖDEL. Entweder direkt nervig, weil einem dieses Klingeling-Lied aus den Ohren heraussuppt oder indirekt nervig, weil alle bei der bloßen Nennung des Titels DREI HASELNÜSSE FÜR ASCHENBRÖDEL total hysterisch ausflippen, wie schön das is und dass man das Weihnachten immer kucken muss, weil man das jedes Weihnachten gekuckt hat. Das ist wie jedes Silvester dieses dämliche DINNER FOR ONE zu schauen und immer wieder lachen zu müssen, wenn der Butler über den Eisbären stolpert. Oder war´s ein Tiger? Woher diese plötzliche Aggressivität? Es soll doch besinnlich zu gehen heuer. Am Besten wir fangen nochmal an.

GRITTA VON RATTENZUHAUSBEIUNS

Während Pippi Langstrumpf oder Ronja Räubertochter heute weitestgehend als Kultfiguren gelten, ist die kleine Hochgräfin Gritta von Rattenzuhausbeiuns eher ein Geheimtipp unter den Kinderbuchheldinnen. Frei nach einem Roman von Gisela und Bettina von Arnim, die man eher noch vom 5-DM-Schein kennt, entstand 1985 einer der liebevollsten Kinderfilme aus der DEFA-Schmiede.

MÄRCHEN EINER WANDERUNG

Es ist wieder Retrostunde im Reviewbereich. Mit Besprechungen von Klassikern und alten Kamellen ist das so eine Sache. Spricht man über die Wirkung eines Filmes heute oder aus teils verklärter Erinnerung heraus? Es gibt durchaus ein paar Filme, die man sich besser nicht noch einmal angeschaut hätte, weil sie konträr zur Erinnerung plötzlich langatmig und zäh erschienen. Aber bei Retrospektiven geht’s ja nicht immer nur um Vergleiche. In meiner Kindheit gab es einige Filme, die mir in junge Jahren mächtig Angst eingejagt haben. In meiner Top Fünf der grusligsten Kindheitserinnerungen rangiert neben CRITTERS und KOJAK: MORDFALL MARKUS NELSON (?!) rangiert auch folgendes Fantasymärchen von Alexander Mitta aus dem Jahr 1982.