Posts Tagged: Fantasy

Frank Frazetta

Seine Werke und Illustrationen gaben dem Fantasy- und Science-Fiction-Genre in Literatur, Film und Kunst ein einprägsames Gesicht: Frank Frazetta. Ölgemälde in schweren, kräftigen Farben, düster, bedrohlich, animalisch. Bereits als Kind war Frazetta zeichnerisch hochbegabt, mit 16 Jahren illustrierte er Comics, bis er in den sechziger Jahren Titelbilder für Genreliteratur kreierte. Bereits sein erstes Cover für den Roman „Conan der Barbar“ wurde stilprägend für das Fantasygenre – extreme Körperlichkeit, Muskeln, Schweiß und Stahl.

28. Fantasy Filmfest

Was, schon wieder ein FANTASY FILMFEST dieses Jahr. Es kommt einem so vor, als wäre es das Achtundzwanzigste. Das FANTASY FILMFEST, ach ja, vom kleinen, schmuddeligen Markhallenfeeling in Hamburg 1987 bis zur Multiplexoffensive in sieben Städten im Jahre 2014 des Herrn, was hat sich das Festival verändert? Was soll ich sagen, ich habe keine Ahnung, ich war 1987 nicht dabei. Das Maul zerfetzt wird aber oft und gerne und so meint man vernehmen zu müssen, das FANTASY FILMFEST hätte heutzutage mehr den Charakter einer Verleiher-Tradeshow, eine reine Werbeplattform für die DVD- und Blu-ray-Veröffentlichungen im traditionellen Genreherbst. Keine Retrospektiven mehr, kein 35 mm mehr, naja, und so weiter. Kann das sein?

Die kleine Genrefibel Teil 23: H.P. Lovecraft

Die Bösartigkeit des Sturmes erweckte unglaubliche Vorstellungen, ich verglich mich erneut schaudernd mit dem einzigen Menschenabbild in diesem schrecklichen Korridor, dem Mann, der von der namenlosen Rasse in Stücke gerissen wurde, denn in dem teuflischen Griff des wirbelnden Luftzuges schien eine vergeltungslüsterne Wut zu liegen, um so stärker, als sie größtenteils machtlos war. Ich glaubte, ich schrie am Ende wie wahnsinnig – ich verlor beinahe den Verstand – aber wenn ich ihn verlöre, würden sich meine Schreie in diesem Höllen-Babel heulender Windgeister verlieren. Ich versuchte, gegen den mörderischen, unsichtbaren Strom anzugehen, aber ich war völlig machtlos, als ich langsam und unerbittlich auf die unsichtbare Welt zugedrückt wurde. Ich muss endlich übergeschnappt sein, denn ich plapperte eins ums andere Mal das unverständliche Lied des verrückten Arabers Alhazred, der von der Stadt ohne Namen ahnte: „Das ist nicht tot, was ewig liegt, bis dass die Zeit den Tod besiegt!

Die kleine Genrefibel Teil 18: Urban Fantasy

Normalerweise, so scheint es, sei die Phantastik dazu da, der Realität zu entfliehen. Beim Begriff Fantasy denkt man für gewöhnlich an Riesen, Zwerge, Drachen, Einhörner oder Zauberei, mehr noch, Fantasy erschafft für jene Wesen völlig neue Welten, weit entfernt von stinkigen Autoabgasen, verkalkten Duschbadgarnituren oder ohrenbetäubenden Presslufthammergeräuschen, jenem klischeebehaftetem Symbol einer Großstadt. Der Begriff Urban Fantasy, das klingt wie ein Widerspruch. Aber nur auf dem ersten Horcher. Fantasy ist nicht nur eine Flucht in fremde Welten. Fantasy ist vor allen Dingen Sehnsucht und Suche. Manche Phantasten verlassen auf dieser Suche die uns bekannte Welt, andere suchen in Ritzen und Spalten des grauen Alltags, in Symbolen hinter zugekleisterten Plakatwänden, in kryptischen Graffitis an Bahnhoftrassen oder in einem kleinen, unscheinbaren Buchantiquariat inmitten einer hochfrequentierten Einkaufsmeile.

Fantasy Filmfest Nights 2014

Meint man, jetzt ist langsam mal genug mit Festivals, starten diese Woche bereits die FANTASY FILMFEST NIGHTS 2014 in Köln und Frankfurt, hier in Berlin gastiert Rosebud Entertainment am 29. und 30. März. Die kompakten NIGHTS liefern nun seit 2003 ein Wochenendprogramm Genrefilm als Appetizer für das jährliche Festival im August. Zehn Filme aus verschiedenen Genreecken stehen an, und ein paar erscheinen nicht gleich eine Woche später als Blu-ray oder DVD, was ja nicht selten kritisch und zu Recht an der Programmgestaltung angemerkt wurde. Was wird denn nun geboten bei den zwölften Fantasy Filmfest Nights?

Leidenschaft und Selbstausbeutung

Die Berliner Festivalwoche ist mittlerweile vorüber und mit ihr auch die GENRENALE2, ein Festival mit dem Label 100% GERMAN GENRE CINEMA. Genug Zeit also, um den Tag des deutschen Genrefilms ein wenig nachzuverarbeiten. GENRENALE2 im GENRENALE-PALAST Babylon Mitte, das war ein volles Tagesprogramm an Kurzfilmen, Trailern, einem Serienpiloten bis hin zu einer spätstündlichen Retrospektive, der LAST MARTIAL ARTS CHALLENGE, in der es die KAMPFANSAGE-Trilogie zu sehen gab. Das Herzstück der Veranstaltung aber war die Podiumsdiskussion “Rückkehr zur dämonischen Leinwand – Hindernisse und Chancen des deutschen Genrefilms“, in der es natürlich um das zentrale Thema für Filmemacher geht, die Genre in Deutschland machen wollen, nämlich, warum ist das so schwer, in diesem Land Genrefilme zu machen. Bevor ich näher auf die interessante Diskussionsrunde eingehe, denn das Gesagte ist wichtig und muss verbreitet werden, fangen wir doch an mit den…

Die kleine Genrefibel Teil 16: Flora Mortale

Liebe Genrefreunde und Hobbygärtner, wie bereits in Teil 2 der Kleinen Genrefibel durch die Blume angekündigt, wird sich die heutige Folge mit dem Einfluss von diversen Pflanzen auf die Filmgeschichte beschäftigen. Teile davon wurden ja bereits in Teil 3: Drogenfilme abgehandelt. Der kümmerliche Rest des botanischen Filmgartens allerdings gedeiht mehr schlecht als recht vor sich hin. Allein eine Tagline á la „Horrorschocker um Killerpflanzen“ löst eher Belustigung aus als einen Schaudernacken. Warum ist das so? Haben Pflanzen im Filmbereich keine Lobby, bzw. ist mit dem Thema „Floristische Phantastik“ kein Blumentopf zu gewinnen?

TOY STORY mit Nazis!

Zuallererst ein gesegnetes, gesalbtes, gesottenes und geselchtes Neues Jahr an alle Leser hier, ich hoffe, Ihr seid gut über den Gebirgsgrat des Jahreswechsels geflutscht und alles is Knorke, wie man so schön sagt. 2013 ist passé, also weg damit. Ein neues Filmjahr steht an und wie immer schaut man gespannt auf die kommenden Highlight, nur um am Jahresende dann festzustellen, dass mutmaßliche Blockbuster oder Fanträume eher enttäuschen, wie auch Filme begeistern können, die man anfänglich nicht mit der Feuerzange anzufassen gedenkt. Ich habe einmal zehn potentielle Highlight herausgepickt, die allesamt interessant bis unverzichtbar scheinen. Einiges startet bereits in den kommenden Monaten, ein paar Titel allerdings erscheinen erst gegen Jahresende. Wie auch immer, Vorfreude ist die schönste Freude, also werfen wir einen Blick auf Filmhighlight des Jahres 2014.

Die kleine Genrefibel Teil 15: Märchenfilme

Ach ja, Märchenfilme, das ist ein schönes Thema für Weihnachten. Da hab ich aber kürzlich gehört, dass das nervigste an Weihnachten, neben Weihnachten an sich, nicht „Last Christmas“ von Wham wäre, sondern der Film DREI HASELNÜSSE FÜR ASCHENBRÖDEL. Entweder direkt nervig, weil einem dieses Klingeling-Lied aus den Ohren heraussuppt oder indirekt nervig, weil alle bei der bloßen Nennung des Titels DREI HASELNÜSSE FÜR ASCHENBRÖDEL total hysterisch ausflippen, wie schön das is und dass man das Weihnachten immer kucken muss, weil man das jedes Weihnachten gekuckt hat. Das ist wie jedes Silvester dieses dämliche DINNER FOR ONE zu schauen und immer wieder lachen zu müssen, wenn der Butler über den Eisbären stolpert. Oder war´s ein Tiger? Woher diese plötzliche Aggressivität? Es soll doch besinnlich zu gehen heuer. Am Besten wir fangen nochmal an.

MÄRCHEN EINER WANDERUNG

Es ist wieder Retrostunde im Reviewbereich. Mit Besprechungen von Klassikern und alten Kamellen ist das so eine Sache. Spricht man über die Wirkung eines Filmes heute oder aus teils verklärter Erinnerung heraus? Es gibt durchaus ein paar Filme, die man sich besser nicht noch einmal angeschaut hätte, weil sie konträr zur Erinnerung plötzlich langatmig und zäh erschienen. Aber bei Retrospektiven geht’s ja nicht immer nur um Vergleiche. In meiner Kindheit gab es einige Filme, die mir in junge Jahren mächtig Angst eingejagt haben. In meiner Top Fünf der grusligsten Kindheitserinnerungen rangiert neben CRITTERS und KOJAK: MORDFALL MARKUS NELSON (?!) rangiert auch folgendes Fantasymärchen von Alexander Mitta aus dem Jahr 1982.