Liebe Genrefreunde und Hobbygärtner, wie bereits in Teil 2 der Kleinen Genrefibel durch die Blume angekündigt, wird sich die heutige Folge mit dem Einfluss von diversen Pflanzen auf die Filmgeschichte beschäftigen. Teile davon wurden ja bereits in Teil 3: Drogenfilme abgehandelt. Der kümmerliche Rest des botanischen Filmgartens allerdings gedeiht mehr schlecht als recht vor sich hin. Allein eine Tagline á la „Horrorschocker um Killerpflanzen“ löst eher Belustigung aus als einen Schaudernacken. Warum ist das so? Haben Pflanzen im Filmbereich keine Lobby, bzw. ist mit dem Thema „Floristische Phantastik“ kein Blumentopf zu gewinnen?
Zuallererst ein gesegnetes, gesalbtes, gesottenes und geselchtes Neues Jahr an alle Leser hier, ich hoffe, Ihr seid gut über den Gebirgsgrat des Jahreswechsels geflutscht und alles is Knorke, wie man so schön sagt. 2013 ist passé, also weg damit. Ein neues Filmjahr steht an und wie immer schaut man gespannt auf die kommenden Highlight, nur um am Jahresende dann festzustellen, dass mutmaßliche Blockbuster oder Fanträume eher enttäuschen, wie auch Filme begeistern können, die man anfänglich nicht mit der Feuerzange anzufassen gedenkt. Ich habe einmal zehn potentielle Highlight herausgepickt, die allesamt interessant bis unverzichtbar scheinen. Einiges startet bereits in den kommenden Monaten, ein paar Titel allerdings erscheinen erst gegen Jahresende. Wie auch immer, Vorfreude ist die schönste Freude, also werfen wir einen Blick auf Filmhighlight des Jahres 2014.
Eins der größten Themengebiete der Science-Fiction findet sich nicht in den Weiten des Weltraums, in außerirdischen Existenzen oder in den Fugen der Zeit, sondern in der Unfähigkeit des Menschen, außerhalb seiner biologischen Reproduktion, Leben zu erschaffen. Leben erschaffen, das war eine Gabe der Götter und somit eines der Urthemen in der Philosophie und der Kunst. Prometheus, der die Menschen nach dem Abbild der Götter formte und sie mit Eigenschaften ausstatte, die er den Göttern selbst stahl, Hephaistos, der die riesige bronzene Statue Talos zum Schutz von Kreta anfertigte bis hin zum Homunculus, einem künstlich erschaffenen kleinen Menschen. Doch die Erschaffung von Leben allein erfüllte kaum mehr den Zweck, als die eigene Sterblichkeit zu relativieren und einen Weg zu finden, den Tod zu besiegen.
Nicht nur aus Tradition wegen freut es mich, den neuen Film von Drehbuchautor und Regisseur Andrew Niccol zu besprechen. Die bisherigen Kritiken sind allesamt vernichtend. Und auch ich war durchaus zwiegespaltener Vorfreude. Auf der Habenseite stand, neben Niccol, vor allem Saoirse Ronan, die ich für ein fantastisches Talent halte. Der Stoff eine klassische Niccol-Dystopie, ein cleaner Science-Fictioner mit glattem, monochromem Look. Andererseits verfilmte Andrew Niccol mit THE HOST erstmals keinen eigenen Stoff, noch dazu ein Buch von Stephenie Meyer. Kann einer meiner Lieblingsautoren verhindern, dass SEELEN eine Art Science-Fiction TWILIGHT-Schnulzenkino wird?
Was kann eine größere Inspirationsquelle sein als ein Bild. Farben, Formen, Stil, all das kann etwas auslösen, eine Grundidee, eine Stimmung oder eine Sehnsucht. In der Rubrik VISUALS geht es ausschließlich um die Kraft der Bilder. Nach Teaserplakaten möchte ich einen meiner Lieblingsmaler vorstellen, der wie kein anderer die Science-Fiction- und Horrortrivilaliteratur der Siebziger und Achtziger Jahre geprägt hat: C.A.M. Thole.
Der Weltall – unendliche Weiten! So wird die sechste Folge der kleinen Genrefibel schon mal definitiv nicht anfangen! Aber wie denn dann? Alles, was man zum Thema STAR TREK schreiben könnte, hieße Tribbles nach Iota Geminorum IV tragen. In dieser Folge kann ich streng genommen nur verlieren. Denn auf der einen Seite existiert ein schier unglaublich komplexes Universum aus Orten, Figuren und Zivilisationen, eine ganz eigene Welt, die seit fast einem halben Jahrhundert Fernsehen, Kino und Popkultur geprägt hat. Zum anderen sind die Fans des STAR TREK Kosmos unnachgiebig. Und ein Experte, ein Wissenschaftsoffizier oder gar ein Trekkie bin ich mit Sicherheit nicht. Trotzdem hat auch mich der Mythos STAR TREK von Anfang an begleitet, als ich in die unendlichen Weiten des Films eingetaucht bin. Diese Folge der kleinen Genrefibel soll demnach kein stumpfes Phasern auf Fakten werden, das würde ohnehin Enzyklopädien füllen. Aber was macht STAR TREK so aufregend, dass auch im Jahr 2017, 51 Jahre nach der ersten Serienfolge RAUMSCHIFF ENTERPRISE, mit STAR TREK DISCOVERY dieser Kosmos immer noch begeistert?
Ladys & Gentlemen, das Zeug da auf meinem Ärmel ist Elll Esss Deee! Unbekannte Substanzen übernehmen das Genre und Streit ist vorprogrammiert. Sind Filme über Drogen ein eigenes Genre? Warum nicht? Viele Drogenfilme sind fantastische Genrestreifen. Natürlich verhält es sich mit Drogen ähnlich wie mit Zeitreisen (da soll es in der Tat Verbindungen geben), die Thematik umfasst das Genre, weniger dramaturgische Regelwerke. Drogen werden in sämtlichen Genres thematisiert, Thriller, Dramen, Biografien, sogar der Begriff „Kifferkomödie“ hat sich als eigenständiges Subgenre etabliert und ist in der Filmwelt mittlerweile ein fest integrierter Bestandteil. Zudem fällt auf, dass es kaum mehr einen Horrorfilm gibt, in dem nicht irgendwann ein Marihuanastäbchen kulminiert. Doch das bloße Verklappen spaßiger Substanzen macht aus einem Streifen noch lange keinen Drogenfilm. Wie kann man den Komplex Drogen im Film denn nun Genregerecht portionieren?
Kurzfilme sind ein eigenständiges, magisches Genre mit tollen Ausdrucksmöglichkeiten. Ich sehe jedes Jahr tolle Kurzfilme aus hiesigen Landen, beispielsweise auf dem FILMFEST DRESDEN. Kurzfilme ermöglichen Filmemachern neue Wege zu gehen, Abstraktes, Wahnwitziges, Verschrobenes oder Skurriles zu erschaffen. Gerade der Animationsbereich ist ein toller Tummelplatz für wagemutige Experimente und Verstöße gegen jedwede Regeln. Umso schöner ist es, wenn man mal ein Animationskunstwerk eines jungen Filmemachers erleben darf, der den Arsch in der Hose hat, ein 53minütiges Science-Fiction-Feuerwerk vor dem Herrn abzufackeln, pure Filmleidenschaft und Spaß in höchster, technischer Vollendung.
Unsere universelle Zeitkoordinate ist 2013-03-30T17:33:41+01:00, wir befinden uns im Science-Fiction-Sektor. Die Themenfelder, die das Genre Science-Fiction tangieren, reichen von Zukunftsvisionen wie Utopien & Dystopien, Aliens, apokalyptische Weltuntergangsszenarien bis hin zu Geschichten über künstlicher Intelligenz und menschenähnliche Roboter. Wenn der Science-Fiction-Film Subgenres hat, und im Vergleich zum Horrorfilm ist das nicht immer eindeutig, so definieren die sich über diese Themenfelder und bilden so Spielarten wie Robots, Alien Invasion, Cyberpunk, Postapokalypse, Military-Geschichten, First Contact, Sci-Fi-Horror & Fantasy oder Space Opera. Die beliebtesten Variationen einer wissenschaftlichen Erzählung aber sind Plots, die sich mit der Frage der Unveränderlichkeit und Unaufhaltsamkeit der Vierten Dimension beschäftigen: Zeitreisegeschichten.